Case Manager – Zentraler Ansprechpartner für Krebspatienten

Zur Förderung der Integration des Behandlungsprozesses von onkologischen Patienten setzt ASC Oncology „Case Manager“ ein. Sie bereiten den Patienten individuell auf die verschiedenen Therapieoptionen vor, begleiten ihn durch die Stationen seiner Behandlung und sind dauerhafter, zentraler Ansprechpartner.

Die Diagnose Krebs reißt Betroffene sowie Angehörige plötzlich aus ihrem normalen Alltag und wirft viele Fragen auf. Angst, Verzweiflung und Unsicherheit in Bezug auf die Behandlung und ihre Folgen sind für zahlreiche Patienten eine Hürde, die ohne individuelle Unterstützung kaum zu bewältigen ist. Es gilt, eine Flut von Informationen zu beurteilen und in Kürze weitreichende Entscheidungen zu treffen. Seitens der Krankenhäuser haben sich in den vergangenen Jahren zudem die Anforderungen an die Versorgung von Krebspatienten durch die Zertifizierungs- und Leitlinienprozesse deutlich verschärft. Qualitätsansprüche an eine adäquate Patientenversorgung werden mit zunehmendem Nachdruck formuliert. 

Eine effektive Behandlung von onkologischen Patienten setzt die Zusammenarbeit vieler verschiedener Disziplinen voraus: Neben niedergelassenen Ärzten sind im stationären Bereich u.a. Onkologen, Chirurgen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Nuklearmediziner, Pathologen, Internisten und Psychoonkologen an der Therapie beteiligt. Die daraus resultierenden komplexen Behandlungspfade implizieren einen überaus individualisierten, interdisziplinären sowie transsektoralen Behandlungsprozess und damit gleichzeitig auch eine Vielzahl an Versorgungsschnittstellen. 

Zur Förderung der Integration des Behandlungsprozesses von onkologischen Patienten sowie – daraus resultierend – zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung setzt ASC Oncology „Case Manager“ ein. Sie bereiten den Patienten individuell auf die verschiedenen Therapieschritte vor, begleiten ihn durch die Stationen seiner Behandlung und sind dauerhafter, zentraler Ansprechpartner. Seit 2019 implementieren wir für Betroffene ein Case-Management-Konzept mit der Zielsetzung, die Versorgung der onkologischen Patienten durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Berücksichtigung der leitlinienkonformen Behandlung zu verbessern. Mit Erfolg.

 

Eine effektive Behandlung von onkologischen Patienten setzt Zusammenarbeit vieler Disziplinen voraus 

Mit der praktischen Erfahrung mit einer umfassenden, patientenorientierten und integrierten (transsektoralen) Organisation und Koordination des Behandlungs- und Versorgungsprozesses durch eine einzige, für die Patienten zentrale Ansprechperson, dem Case Manager, hat das Case-Management-Konzept eine enorme Bedeutung. Mit den von ASC Oncology gesammelten Erfahrungen wird jeder "Fall" sorgsam analysiert und die Prozesse permanent an die täglichen Erfordernisse angepasst und knüpfen ein Netzwerk, das die Betroffenen sowie ihre Angehörigen unterstützt. Damit schafft ASC Oncology eine Versorgungsstruktur, die bislang in Deutschland einzigartig ist. Immer häufiger entscheiden sich Patienten aufgrund der engmaschigen Betreuung für die Unterstützung der Behandlung durch einen Case Manager.

 

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Mit „Case“ ist nicht in 1:1-Übersetzung der Patient und Mensch als „Fall“ gemeint, sondern die problematische Situation, in der sich dieser mit seiner Erkrankung befindet. Der Case Manager stellt ein Bindeglied zwischen allen am Versorgungsprozess beteiligten Personen dar. Zur Ermöglichung einer umfassenden Patientenversorgung entwickelt und kontrolliert er sämtliche individuellen Behandlungspläne, sorgt für optimale Abläufe aller Interventionen und stellt die Kooperation und Koordination nach innen und außen sicher. Dies ist besonders für onkologische Patienten von entscheidender Bedeutung, da den medizinischen Problemen meist auch soziale Schwierigkeiten folgen. Eine rein medizinische Behandlung würde in vielen Fällen zu kurz greifen, denn der Mensch ist in sämtlichen Belangen seines Lebens tangiert. Es gilt, sich den Interdependenzen umfänglich anzunehmen, die mit der lebenseinschneidenden Diagnose Krebs einhergehen, um - das sei eindeutig betont - eine Über-, Unter- oder Fehlversorgung zu vermeiden. 

Unsere Case Manager begleiteten Betroffene und deren Angehörige von Diagnosestellung an zielgerichtet über die gesamte Versorgung hinweg bis zur Nachsorge. Hierbei orientiert er sich am individuellen medizinisch-pflegerischen Bedarf des Patienten: Angefangen vom Aufnahmemanagement, das die Planung der stationären Aufnahme inklusive notwendiger Vordiagnostik beinhaltet, über das Behandlungsmanagement, das die individuelle Betreuung des Patienten sowie die Vernetzung mit den wichtigsten Dienstleistern (Pflege- und Sozialberatung, Psychoonkologie, Ernährungstherapie u.v.m.) in den Fokus rückt, bis hin zum Entlassungsmanagement, das die poststationäre Versorgung und die individuelle Nachsorge regelt.