Chemotherapie: Die Herausforderungen

Bei einer Tumorerkrankung wird vom Arzt oft eine „Chemotherapie“ verschrieben: man versteht darunter ein Medikament, welches das Tumorwachstum stoppen und den Krebs zerstören soll. Diese Medikamente sind jedoch von vielen individuellen Faktoren abhängig und wirken nicht immer wie im Lehrbuch: Je nach Krebserkrankung kann ein guter Behandlungserfolg in der Regel bei 30% bis 80% der Patienten erreicht werden. 

Warum das so ist? Jeder Krebs ist verschieden und nicht jedes Medikament wirkt bei jedem Patienten. Der Arzt wird deshalb immer das wahrscheinlich wirkungsvollste Medikament verwenden, welches die größten Chancen auf Erfolg verspricht. Manchmal kann es sich auch um eine Kombination mehrerer Medikamente handeln. Ob die Chemotherapie aber beim Patienten anspricht, kann vorher nicht sicher gesagt werden, sondern muss sich während der Behandlung zeigen. Reagiert der Patient auf ein bestimmtes Medikament nicht, muss ein anderes Medikament eingesetzt werden und seine Wirksamkeit erst zeigen. Während dieses Prozesses kann wertvolle Zeit verloren gehen – Zeit, die Krebspatienten nicht haben.

Der ASC Oncology Ansatz

ASC Oncology hat eine Methode entwickelt, die bereits vor der Chemotherapie ansetzt: Ein Teil des Tumors wird dem Patienten durch den Arzt operativ entnommen. Dieses Gewebestück (auch „Biopsie“ genannt) wird dann im Labor in Form einer Zellkultur vermehrt. Man spricht jetzt von sogenannten Tumor-Organoiden, die in Zellkulturschalen auf eine Reihe von Krebs-Medikamenten („Chemotherapien“) getestet werden. Die Tumor-Organoide dienen dabei als Avatare des eigentlichen Tumors. An ihnen können beliebig viele, verschiedene Medikamente getestet werden, um die Substanz zu identifizieren, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für diesen Patienten am besten wirken wird.

Medikamente, die in den Organoid-Kulturen eines bestimmten Patienten gar nicht wirken, und Medikamente, die besonders gut wirken, indem sie die Organoide zerstören, werden von ASC Oncology an den behandelnden Arzt übermittelt. Die Entscheidung des Arztes über die Therapie wird dadurch keinesfalls überflüssig; der behandelnde Mediziner hat durch unsere Labortestung aber eine wertvolle Entscheidungshilfe, um die optimale Chemotherapie für seinen Patienten zu finden.

Wie läuft das für mich ab?

Vor jedem Test ist ein Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt die Voraussetzung. Wenn Sie sich für eine Tumor-Organoid-Testung entschieden haben, wird ASC Oncology von Ihrem Arzt über die bevorstehende operative Entnahme einer Gewebeprobe („Biopsie“) informiert. Am Operationstag wird die Biopsie entnommen und umgehend per Kurierdienst nach Berlin-Buch in unser Labor geliefert. Dort nehmen unsere Labormitarbeiter Ihre Probe in Kultur und beginnen die Vermehrung der Tumor-Organoide. Nach rund zwei Wochen, in denen die Zellkulturen wachsen, kann die Medikamententestung an den Organoiden stattfinden. Der Test dauert mitsamt der Auswertung der Ergebnisse eine weitere Woche. Danach verschicken wir die Resultate an Ihren Arzt.

Wer bezahlt den Test?

Derzeit ist unser Angebot noch keine offizielle Kassenleistung. Wir befinden uns im Austausch mit verschiedenen privaten und gesetzlichen Krankenversicherern, können aber noch keine Entscheidung vermelden. Bis dahin sind unsere Tumor-Organoid-Testungen eine privat abgerechnete Leistung.

Haben Sie weitere Fragen?

Orientieren Sie sich zunächst in unseren FAQ. Bei spezifischen Fragen zu den Möglichkeiten und Chancen einer Tumor-Organoid-Testung können Sie dort eine E-Mail an uns schreiben. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt über unseren Ansatz: Laden Sie unsere Informationsbroschüre als PDF und machen Sie Ihren Arzt darauf aufmerksam.